Bewerbung schreiben: Professionell überzeugen!

Posted By Christian Scherer / November 1, 2016 / Uncategorized / 0 Comments

Das perfekte Bewerbungsfoto ist im Kasten, die Stellenanzeige ist rausgesucht und jetzt wollen Sie Ihre Bewerbung schreiben: Doch das ist leichter gesagt als getan! Ungeschriebene Regeln und Vorgaben, mangelnde IT-Kenntnisse bei der Umsetzung der Grafik oder auch die gute alte Schreibblockade – all das kann das Bewerbung schreiben für den Jobsuchenden zur Hölle machen. Um Ihnen ein paar Tipps und Tricks für Ihre Bewerbung an die Hand zu geben, haben wir 6 wertvolle Hinweise, auf die Sie achten sollten, wenn Sie Ihre Bewerbung schreiben oder einen Bewerbungsservice nutzen.

#1: Bewerbung schreiben: Auf die Kreativität kommt es an!

Massenanschreiben möchte niemand lesen. Noch vor wenigen Jahren setzten viele Jobsuchende auf die Blindbewerbung: Dabei wird ein komplett allgemeingültiges Anschreiben für die Bewerbung verfasst – ohne Adressaten, ohne Unternehmensdetails oder Bezug auf eine Stelle. Es ging nur darum, sich bei vielen Unternehmen und das so schnell wie möglich ins Gespräch zu bringen. Die Erfolgsaussichten solcher groß gestreuten Bewerbungsversuche kann man sich bereits vorstellen. Im Internet würde man diese Massenbewerbungen als Spam bezeichnen, den man am besten schnell einfach wegklickt, um nicht davon belästigt zu werden – denn großer Nutzen ist nicht erkennbar.

Wer eine Bewerbung schreiben möchte, die wirklich inhaltlich überzeugt, sollte kreativ werden und auf die Stelle und das Unternehmen Bezug nehmen. Geübte Personaler erkennen sofort, wenn sie ein Anschreiben vor sich haben, das so oder nur leicht abgewandelt an viele Firmen ging. Also nehmen Sie sich Zeit! Doch wie wird man wirklich kreativ?

#2: Recherche ist das A und O!

Kreativität und eine persönliche Note kann man nur in Bezug zu seinem Traumunternehmen setzen, wenn man ausreichend Informationen über die Wunschstelle hat: Was macht das Unternehmen? Gibt es Leitlinien? Wie ist die Unternehmenshistorie?

Dabei geht es nicht nur darum, auf der Website des Unternehmens 10 Minuten rumzusurfen und ein wenig zu schmökern: Wirklich punkten kann man, wenn auch andere Quellen genutzt werden. Vielleicht gibt es eine Social-Media-Präsenz mit wirklich aktuellen Themen, die die Branche bewegen? Oder die Lokalzeitung hat gerade ein spannendes Interview mit dem Geschäftsführer veröffentlicht? Ob man solche Informationen direkt in der Bewerbung nutzen kann, sollte von Fall zu Fall entschieden werden. Aber spätestens im Vorstellungsgespräch können solche kleinen Details entscheidend sein, ob Sie den Job bekommen oder ein anderer Bewerber den Vorzug bekommt. Wenn Sie eine kreative Bewerbung schreiben möchten, sollten Sie trotzdem einige Zeit in ausreichende Recherche investieren und sich inspirieren lassen.

#3: Das Bewerbungsdesign: Ordnung muss sein!

„Ich möchte unbedingt auffallen: Deswegen habe ich ein schönes buntes und modernes Design gewählt.“

So oder so ähnlich hört man es von vielen Jobsuchenden, wenn es um das Design der Bewerbung geht. Doch viele Bewerber machen einen Fehler und treiben die Individualität zu weit. Personaler freuen sich natürlich über gut aussehende und kreative Bewerbungen – viel mehr steht aber die Übersichtlichkeit und die Information im Vordergrund. Wer sich nicht grade als Grafiker bewerben will, sollte dies immer im Hinterkopf behalten. Die Entscheider möchten sehen: Passt der Bewerber auf die ausgeschriebene Stelle. Wenn zu viele bunte Balken den Blick auf das Wesentliche verdecken, den Personaler lange nach den gesuchten Infos suchen lassen, ist das leider kein Vorteil.

Auffallen um jeden Preis: Leider nicht immer sinnvoll! Gute Bewerbungsvorlagen oder Bewerbungsdesigns bestechen vor allem darin, dass sie professionell, aber gleichzeitig schlicht und klar strukturiert die Karriere und den Entwicklungsweg des Bewerbers präsentieren. Ordentlich und mit einem erkennbaren roten Faden! Natürlich können kreative Ideen und ausgefallene Designs auch zum Erfolg führen, wenn man zum Beispiel eine Bewerbung schreiben will, die als Initiativbewerbung punkten soll. Doch meistens gilt: Weniger ist mehr!

#4: Leichte Fehler vermeiden!

Sie sind fertig mit der Bewerbung, der Text von Anschreiben und Lebenslauf ist fertig und auch das Design sieht toll aus. Super, dann können Sie die Bewerbung ja abschicken! Doch Achtung: Bevor die Bewerbung raus geht, sollten Sie die Unterlagen unbedingt checken lassen. Ihre Freunde oder Familie sind sicher bereit, einige Minuten zu investieren und die Unterlagen Korrektur zu lesen. Und falls Sie Ihren Freunden nicht zu viel Arbeit aufbinden möchten: Ein professionelles Lektorat für die Bewerbung lohnt sich in jedem Fall. Denn: Eine Bewerbung mit Rechtschreib- oder Grammatikfehlern wirkt nicht nur unprofessionell, sondern wird direkt aussortiert. Wer nicht mal eine Bewerbung schreiben kann, ohne Fehler zu machen, ist auch im Job wohl nicht fehlerfrei. Auch wenn Flüchtigkeitsfehler jedem passieren können, sollten Anschreiben und Lebenslauf durch Ihre Person auffallen und nicht aufgrund von peinlichen Fehlern.

#5: Bewerbung per E-Mail vs. Bewerbungsmappe!

Auch wenn die Bewerbungsmappe so langsam aus der Mode kommt, ist sie noch lange nicht tot. Es ist also auf keinen Fall ein Fehler, die Bewerbung auch für eine klassische Bewerbungsmappe fit zu machen, sodass es im Notfall auch damit schnell gehen kann. Die meisten Bewerbungen kommen heute allerdings auf elektronischem Weg auf den Schreibtisch der Personaler: Ob Bewerbung per E-Mail, über ein Bewerbungstool oder weitergeleitet über Stellennetzwerke wie Xing oder LinkedIn – Wer heute einen Job will, sollte sich auf die digitale Welt einstellen. Und auch bei der Bewerbung per E-Mail gibt es einige Kniffe, die Sie beherzigen sollten! Viele gute Tipps, was Sie auf jeden Fall berücksichtigen müssen, wenn Sie Ihre Bewerbung schreiben und per E-Mail versenden, finden Sie hier: Bewerbung per E-Mail!

#6: Nur komplette Bewerbungsunterlagen versenden!

Wenn Sie Ihre Bewerbung schreiben und versenden, müssen Sie darauf achten, dass die Unterlagen komplett sind. Dazu gehören nicht nur Deckblatt, Anschreiben und Lebenslauf, inklusive Bewerbungsfoto, sondern natürlich auch ein gut sortierter und lesbarer Anhang. Darin sollten Sie unbedingt die wichtigsten Arbeitszeugnisse (entweder komplett oder bei sehr vielen Stationen die letzten 3 bis 4 Stellen) anhängen und auch Ihren höchsten Abschluss, also alle Unterlagen zu Ihrer Ausbildung oder Ihrem Studium. Die Zeugnisse belegen einmal natürlich, dass Ihr Lebenslauf auch korrekt ist, dienen dem Personaler aber auch dazu, noch mehr über Sie zu erfahren, falls dies nötig ist. Fehlen wichtige Unterlagen, kann sich dies natürlich negativ auswirken: Gehen Sie also auf Nummer sicher und versenden nur komplette und vollständige Bewerbungsunterlagen.

Fazit:

Wer eine gute Bewerbung schreiben will, muss eine Menge beachten. Dabei den Überblick zu behalten, kann sehr schwer sein, wenn man sich sowieso bei der Jobsuche nicht sicher ist. Aus diesem Grund sollte man sich gut vorbereiten und strukturiert vorgehen. Mit einem guten Plan und etwas Hilfe, vielleicht von erfahrenen Freunden oder auch einer Bewerbungshilfe aus dem Internet, kann bei der Bewerbung nichts schief gehen.

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